Skip to content Skip to footer

Ein junger Ukrainer singt in der Oper Frankfurt: Neue Saison in einer neuen Rolle

In der Oper Frankfurt am Main beginnt eine neue Spielzeit.

Ab dem 6. März kehrt ein beliebter Klassiker ins Repertoire zurück – die Oper „Werther“.

Eine der Rollen darin übernimmt der 13-jährige Daniel Romaniv. Bereits vor über einem Jahr hat der ukrainische Schüler einen Arbeitsvertrag mit dem Theater unterschrieben. Der Junge singt im Kinderchor der Oper, übernimmt eine Solopartie in der Aufführung „Macbeth“, tritt bei Konzerten auf und debütiert nun in der Rolle eines der Brüder von Wethers Geliebter.

Die Inszenierung ist eine moderne Interpretation der Oper von Jules Massenet, die auf dem Roman „Die Leiden des jungen Werthers“ von Johann Wolfgang von Goethe basiert.

„In Werther spielen wir Kinder – so kleine Lausbuben, nicht besonders brav, die im Chor singen. Wir singen auf Französisch. Mir gefällt diese Oper sehr – wenn man auf der Bühne steht, taucht man richtig in diese Geschichte ein. Die Bühne ist auch sehr interessant – sie ist schräg und bewegt sich während der Aufführung. So eine Erfahrung hatte ich bisher noch nie“, erzählt der Junge.

Daniel Romaniv erhielt seine Stelle an der Oper Frankfurt nach einem erfolgreichen Vorsingen für den Chor. In Rekordzeit lernte er seine Partie in der Oper „Macbeth“ und wurde sofort in die erste Besetzung aufgenommen. Der Schüler darf höchstens zweimal im Monat auftreten – mehr erlaubt die Verordnung zum Schutz arbeitender Kinder (Kinderarbeitsschutzverordnung) nicht. In der neuen Spielzeit wird Daniel weiterhin in „Macbeth“ singen und außerdem in „Werther“ auftreten.

Sein erster Auftritt in dieser Produktion findet am 11. März statt,

die nächste Vorstellung ist für den 9. April geplant.

Daniel stammt aus einer Musikerfamilie. Seine Mutter Olena Romaniv ist professionelle Opernsängerin und Solistin im Chor der Lwiwer Nationaloper. Seit 2022 lebt die Familie in Deutschland. Heute arbeitet Olena Romaniv als Gesangslehrerin: Mehr als zwei Jahre unterrichtete sie an einer Musikschule in Hattersheim, und im Herbst 2025 eröffnete sie ihre eigene Musikschule in Frankfurt.

„Für mich als Opernsängerin ist Daniels Arbeit im Theater wie ein kleiner Trost und eine Erinnerung an meine geliebte Arbeit an der Oper in Lwiw. Es ist der Kontakt mit dem Theater, die Proben, die Kostümanproben – auch wenn nicht ich auf der Bühne stehe, sondern mein Sohn. Und ich freue mich, dass es Daniel wirklich gefällt. Es ist nicht mein Wunsch, sondern sein eigener“, betont die Mutter.

Mehr lesen Sie auf unserer Website – den Link finden Sie in den Kommentaren 👇

Leave a comment